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Veränderungen annehmen und Altes loslassen: Wie du innere Freiheit findest

vor 2 Tagen
5 Min. Lesezeit

Kennst du das? Du spürst langsam, dass etwas nicht mehr stimmt und du mit deiner Situation nicht mehr glücklich bist. Vielleicht hat sich dein Leben durch äussere Einflüsse verändert. Fällt es dir leicht, dich auf Veränderungen einzulassen? Oder hältst du lieber am Alten fest – selbst dann, wenn es dir vielleicht gar nicht mehr guttut?


Lotusblüte die Glück verspricht


Wovor haben wir Angst, wenn sich Umstände wandeln?


Zuerst eine Frage: Hast du jemals exakt denselben Moment noch einmal erlebt? Am selben Ort, mit denselben Personen, den gleichen Gedanken und einem identischen Gefühl? Denn wenn wir genauer hinschauen, wandelt sich unser Leben jeden Moment. Gedanken und Gefühle kommen und gehen. Doch irgendwie scheint es auch Konstanten zu geben – meinen wir zumindest.


Woran genau halten wir fest? Halten wir an der Person, dem Ort oder dem Beruf selbst fest – oder eher an dem, was wir damit verbinden? Ist es die Freude, die wir mit der Person erlebt haben, oder das tiefe Verständnis, das sie uns geschenkt hat?


Geht es um das Haus, von dem wir lange geträumt haben, oder um das Gefühl, es endlich zu besitzen? Oder ist es ein Status, den wir damit verbinden? Ist es vielleicht die Sicherheit, die uns ein Job gibt, oder die Tatsache, dass wir beschäftigt sind und uns nicht langweilen?


Wir können Klarheit darüber gewinnen, woran wir wirklich festhalten


Meiner Erfahrung nach halten wir oft nicht an der Sache selbst fest, sondern an einzelnen Aspekten, die wir mit ihr verbinden. Solange es uns damit gut geht, ist das schön und gut. Doch was geschieht, wenn sich etwas zu ändern droht und wir versuchen, das Alte aus Angst und Sorge festzuhalten?


Im Buddhismus wird gelehrt, dass Leid durch Anhaften entsteht. Warum halten wir an diesen Aspekten fest? Die Beispiele oben zeigen: Wir sehnen uns vielleicht nach Freude, Verständnis, Anerkennung und Sicherheit. Auch eine sinnvolle Beschäftigung tut vielen von uns gut.


Die Frage stellt sich jedoch: Sind wir in gewisser Weise vom Aussen abhängig, wenn wir an diesen Aspekten festhalten wollen? Können wir diese Qualitäten nicht auch in uns selbst entwickeln, um unabhängiger und freier zu werden?



Was, wenn wir alles in uns tragen?


Nehmen wir einmal an, wir fühlen uns oft allein und «brauchen» deswegen unbedingt eine Partnerschaft. Unser Verstand erzählt uns, dass wir es allein nicht schaffen werden und dass es schrecklich wäre, wieder allein zu sein. «Wir brauchen doch unbedingt diese Zuwendung.» Das Gedankenkarussell kann sich Tage, wenn nicht sogar Wochen oder Monate, um dieselben Themen drehen, und die Angst wird immer grösser.


Was wäre jedoch, wenn wir lernen würden, diese Qualitäten auch in uns selbst zu finden? Was würde sich verändern, wenn wir lernten, mit dem Alleinsein und der Angst vor fehlender Zuwendung umzugehen – und zugleich Freude und Verständnis auch in uns selbst zu finden? Vielleicht wären wir dann weniger darauf angewiesen, dass andere uns glücklich machen oder verstehen sollen – und könnten Beziehungen freier gestalten.


Sollen wir also nichts mehr im Aussen wollen?


Die entscheidende Frage ist: Warum wünschen wir uns etwas? Entsteht dieser Wunsch aus einem inneren Mangel oder aus Freude, Leichtigkeit und innerer Fülle? Wir können eine Beziehung eingehen, ohne bedürftig zu sein. Wenn wir uns selbst besser verstehen, müssen wir vielleicht niemanden im Aussen suchen, der uns diese Qualitäten gibt. Und wenn wir uns innerlich sicher fühlen, können wir auch aus dieser Sicherheit heraus einen geeigneten Job suchen.


Klar, wir benötigen gewisse Dinge zum Leben. Wir brauchen Essen, Trinken, einen Platz zum Schlafen, allenfalls medizinische Versorgung, Wärme, soziale Kontakte und meistens auch Geld. Manchmal glauben wir auch, dass uns bestimmte Dinge nicht zustehen. «Nein, ich doch nicht.» «Ich darf doch nicht.» «Wer bin ich schon, um ein erfülltes Leben zu führen?» …


Die Frage ist: Was brauchen wir wirklich als Lebensgrundlage – und wonach suchen wir im Aussen, obwohl wir es auch in uns selbst finden könnten? Lohnt es sich, unser Glück in der äusseren Welt zu suchen? Wenn im Aussen alles vergänglich ist, ist es dann nicht sinnvoller, diese Qualitäten in uns selbst zu kultivieren?


Warum also am Alten festhalten?


In der Theorie mag das einfach klingen. In der Praxis kann es jedoch ganz schön herausfordernd sein. Ich weiss aus eigener Erfahrung: In der Praxis kann das ganz schön herausfordernd sein. Es gab Momente, in denen ich grosse Schwierigkeiten hatte, loszulassen.


Gewisse Situationen beschäftigten mich wochen- oder monatelang und führten mich in emotionale Tiefen, aus denen ich nicht so leicht herausfand. Oft waren es jedoch Aspekte in mir, die gesehen und integriert werden wollten – zum Beispiel der Wunsch, unbedingt etwas haben zu wollen, Verlustängste, die Angst vor einer Trennung oder Bedürftigkeit.


Ich glaube, wir halten zudem gerne an Bekanntem fest. Es funktioniert ja, und es geht uns einigermassen gut damit. Die Frage stellt sich, ob wir uns mit Mittelmässigkeit zufriedengeben wollen oder ob wir ein Leben führen möchten, in dem noch viel mehr möglich ist.


«Kennst du die Erfahrung, dass eine Veränderung schlussendlich besser war, als du angenommen hast?»

Was kann die Zukunft bringen?


Auch die Zukunft und das Unbekannte können Angst machen. Diese Angst lässt sich meist nicht einfach unterdrücken. Doch wir wissen ohnehin nicht, was morgen kommt, obwohl unser Verstand oft etwas anderes behauptet. Wenn wir uns an der Vergangenheit festhalten oder uns viele Sorgen um die Zukunft machen, übersehen wir leicht, dass unser Leben jetzt stattfindet. Wir können uns mit diesen Ängsten auseinandersetzen und lernen und sie wandeln.


Eines der HUNA-Prinzipien der hawaiianischen Lebensphilosophie lautet: «Jetzt ist der Moment der Kraft.» Jetzt können wir uns unserer Ängste und Unzulänglichkeiten bewusst werden und Konditionierungen wandeln, die uns nicht mehr dienen.


Wir können unseren inneren Garten jetzt so pflegen, wie wir es wünschen. Möchten wir offen sein für das, was noch möglich ist, oder wollen wir unsere Ängste in die Zukunft projizieren und an Dingen festhalten, die uns nicht erfüllen oder nicht mehr dienen?


Wollen wir einem Narrativ im Aussen folgen oder selbst entscheiden, welche Veränderung wir in uns wünschen? Und ist es nicht so, dass die meisten Ängste, die wir haben, gar nicht wirklich eintreffen?


Wie finden wir heraus, welche Veränderungen wir wirklich wollen?


Manchmal ist schon das Entscheiden selbst eine Herausforderung. Im Human Design gilt der Verstand nicht als die Instanz, die unsere Entscheidungen trifft. Wir können zehn Gründe für etwas und zehn dagegen auflisten – und trotzdem nicht weiterkommen. Eine andere Möglichkeit ist, auf die Signale des Körpers zu achten. Wir können auch der Leichtigkeit und der Freude folgen. Das ist oft ein guter Kompass.


Manchmal kann es hilfreich sein, sich begleiten zu lassen, um sich dieser Themen bewusst zu werden und neue Möglichkeiten zu erkennen.


3 Fragen, die dir beim Loslassen helfen

  • Welche Gedanken oder Überzeugungen halten mich an dieser Situation fest?

  • Welche Gefühle löst sie in mir aus, und was brauche ich gerade?

  • Wie würde es sich anfühlen, wenn ich alles integriert hätte, was es hier braucht?


Unterstützung bei Veränderungsprozessen


Stehst auch du vor einer Veränderung? Oder merkst du, dass du einige alte Situationen loslassen möchtest, aber noch nicht weisst, wie genau? Bist du es leid, immer in Angst vor dem Unbekannten zu leben?


Ich kann das nur zu gut nachempfinden, da ich selbst oft vor grossen Veränderungen stand. Es braucht immer wieder Vertrauen, aus dem Moment heraus zu handeln, offen in die Zukunft zu blicken und neugierig darauf zu sein, was das Leben uns sonst noch schenken mag.


Oft kommen wir allein nicht an diese Themen heran. In einem ganzheitlichen Coaching kann ich gezielt auf deine Situation eingehen. Was hält dich fest? Was beschäftigt dich genau? Was hindert dich daran, neue Wege zu gehen?


Falls du Unterstützung möchtest, begleite ich dich gerne mit verschiedenen Methoden und ganzheitlichen Ansätzen.


 
 
 

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