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Wie wir bessere Beziehungen leben können

16. Okt.
5 Min. Lesezeit

Wie sieht es mit deinen Beziehungen aus? Verstehst du dich gut mit deinem Chef und deinen Mitarbeitenden? Wie gehst du und dein Partner miteinander um? Ist die Beziehung zu deinen Eltern und Kindern gesund?


Lotusblüte die Glück verspricht

Mit anderen Menschen zusammenzuleben, zu kommunizieren, intim zu sein oder gemeinsam etwas umzusetzen, kann herausfordernd und mühsam sein, aber auch erfüllend und wunderschön. Doch geben wir uns vielleicht oft mit einem Leben zufrieden, das uns nur halb erfüllt? Sagen wir mit halb heruntergezogener Miene: «Es geht schon irgendwie» oder «Es muss halt sein»?


Was wäre, wenn wir unsere Beziehungen und die darin wiederkehrenden Muster verändern könnten?

Wie oft denken wir, die Welt oder andere Menschen seien schuld an unseren Problemen? Wie oft bewerten wir, was «da draussen» gut oder schlecht sein soll? Ja, gewisse Dinge können wir nicht ändern. Wer schon versucht hat, andere Menschen zu ändern, weiss das wahrscheinlich. Vielleicht hilft uns dann der Satz: «Love it, change it or leave it.» Lerne, damit umzugehen, ändere deine Sicht oder die Umstände – oder verlasse die Situation.


Wie oft glauben wir, Pflichten und Verantwortungen übernehmen zu müssen, die gar nicht unsere sind und für die es keine Vereinbarung gibt? Wie oft denken wir, wir müssten anderen helfen, weil sie es anscheinend nicht selbst können? Dabei stellen wir uns über sie. Vielleicht glauben wir sogar, andere oder die Welt retten zu müssen.


Manche Menschen denken, sie könnten nur wenig verändern. «Die Welt ist halt so, wie sie ist.» Doch unsere Perspektive können wir ändern. Damit ist kein krampfhaft positives Denken gemeint, sondern ein ganzheitlicher Ansatz.


Vielleicht haben wir schon als Kinder bestimmte Muster übernommen und ins Erwachsenenalter mitgenommen. Doch manches davon gehört gar nicht zu uns und passt nicht zu einem erfüllten, freien Leben.


Doch welche Möglichkeiten gibt es, unsere Beziehungen zu verbessern?


Anderen Raum lassen

Vor ein paar Jahren wurde mir klar: Eines der grössten Geschenke, die wir anderen machen können, ist, ihnen ihren eigenen Raum zu lassen. Wir können sie so annehmen, wie sie sind, und ihnen überlassen, wie sie leben möchten. Wie oft versuchen wir, andere zu kontrollieren und sie unseren Vorstellungen anzupassen? Wünschst du dir nicht auch, dass andere dich so akzeptieren, wie du bist, und dir die Freiheit lassen, deinen eigenen Weg zu gehen?


Keine Erwartungen ohne Vereinbarung erfüllen

Klar, wenn ich einen Arbeitsvertrag habe, gilt es, diesen zu erfüllen. Habe ich mit meinem Partner vereinbart, dass ich die Küche sauber mache und er die Wäsche wäscht, sollten wir uns daran halten oder eine neue Regelung treffen und kommunizieren. Und wenn ich als erwachsener Mensch immer noch das Gefühl habe, den Erwartungen meiner Eltern oder Lehrer entsprechen zu müssen, hindert mich das daran, frei zu leben.


Offen kommunizieren

Kennst du das? Du ballst die Faust in der Tasche und ärgerst dich. Vielleicht wächst der Ärger von Tag zu Tag, und du denkst: «Ja, genau. Dies oder jenes ist wirklich mühsam.» Anstatt darüber zu reden, steigern wir uns in etwas hinein und treffen Annahmen, die vielleicht gar nicht der Realität entsprechen. Manche Menschen haben Angst davor, was passieren könnte, wenn Sie gewisse Themen ansprechen.


Manchmal machen wir dicht, ziehen uns zurück oder gehen zum Angriff über, ohne die Situation oder unser Gegenüber wirklich zu verstehen. Vielleicht kommen sogar Rachegedanken auf wie: «Du sollst nur spüren, wie dreckig es mir damit geht.» Und das gegenüber Menschen, die wir eigentlich lieben.


Für eine verständnisvolle Kommunikation kann es hilfreich sein, in Ich-Form zu sprechen, statt dem anderen Vorwürfe zu machen. Es gibt Kommunikationstechniken, die sich in Partnerschaften und anderen Situationen gut anwenden lassen.


Mehr Selbstliebe

So abgedroschen dieses Wort klingen mag: Selbstliebe ist etwas, wonach wir uns sehnen. Sie bedeutet, uns selbst so anzunehmen, wie wir sind, und auch unseren Körper in all seinen Aspekten zu akzeptieren. Es ist befreiend, nicht ständig an sich herumzukritisieren, zu nörgeln oder zu glauben, man sei noch nicht gut genug für diese Welt.


Gesunde Grenzen setzen

Manche Menschen haben nie richtig gelernt, gesunde Grenzen zu setzen. Vielleicht haben wir die Energien anderer und der Welt ungefiltert aufgenommen und wissen deshalb nicht mehr: Wo höre ich auf? Wo liegt meine Grenze, und wo beginnt die des Gegenübers? Ich selbst musste das auch erst später lernen: wahrzunehmen, was zu mir gehört und wann jemand in meinen persönlichen Raum eindringt. Oder einfach selbstbestimmt «Nein» zu sagen, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen.


Es geht allerdings nicht darum, den unerlösten Rebellen in uns auszuleben, alles abzulehnen und nur noch schlechtzufinden. Ebenso wenig geht es darum, vor Schwierigkeiten zu flüchten.


Sich in Vergebung üben

Manchmal macht sich jemand schuldig, manchmal fühlen wir uns selbst schuldig – etwa, weil wir glauben, einen Fehler gemacht zu haben. Schuldzuweisungen entstehen auch, wenn unsere Erwartungen auseinandergehen. «Jetzt trägt mein Freund schon wieder den Müll nicht runter. Er ist schuld daran, dass ich immer aufräumen muss.» In solchen Fällen können wir uns fragen: «Was hat das eigentlich mit mir zu tun?» Vielleicht zeigt sich darin ein eigener, noch ungelöster Anteil.


Wenn uns jemand tatsächlich Unrecht getan hat – etwa, indem er eine Vereinbarung nicht eingehalten oder sich uns gegenüber übergriffig verhalten hat –, ist Vergebung nicht einfach. Ich möchte trotzdem die Frage stellen: Wollen wir den Schmerz und die Schuldzuweisungen weiter mit uns herumtragen – oder möchten wir uns davon befreien?


Verbindungen ganzheitlich betrachten

Wir kommen in eine Welt, die von verschiedenen Systemen geprägt ist: von unserer Familie, unseren Ahnen und Eltern, aber auch von Lehrern, Nachbarn und der gesamten Kultur. Bevor wir hierherkommen, nehmen wir auch gerne ein paar Themen mit, die wir gemäss unserem Lebensplan erfahren und aus denen wir lernen können. Oft tragen wir jedoch Vergangenes schon lange mit uns herum. Verstrickungen, karmische Verträge und frühere Erlebnisse, die uns unfrei machen, können wir anschauen und lösen.


Erkennen, wer wir wirklich sind

Seit der Kindheit werden wir geprägt und konditioniert. Diese Prägungen können hilfreich sein, uns aber auch daran hindern, frei zu leben und unser wahres Wesen auszudrücken. Dann leben wir womöglich so, wie es die homogenisierte Gesellschaft von uns erwartet. In Partnerschaften wie auch in der Welt sehen wir Macht- und Dominanzspielchen. Mithilfe einer Human-Design-Analyse lassen sich unser Typ und unsere Art, mit dem Leben umzugehen, besser verstehen. Mir persönlich hat es viel gebracht zu wissen, dass meine Partnerin anders denkt und anders mit ihrer Energie umgeht als ich selbst. Dieses Wissen kann helfen, falsche Erwartungen zu vermeiden und das Verständnis des anderen zu fördern.


Eine bessere Beziehung zu uns selbst pflegen

Wie oft geben wir uns auf und denken, wir müssen alles für die anderen tun? Das kann so weit gehen, dass wir uns selbst aufopfern. Wollen wir das wirklich? Aus meiner Sicht ist diese Zeit vorbei. Wenn wir in unserer wahren Grösse, mit Selbstliebe und Akzeptanz sowie authentisch leben, können wir auch besser für andere da sein und sie unterstützen. Kann ich mich innig selbst umarmen? Bin ich wirklich für mich da? Kann ich mich voll und ganz so annehmen, wie ich bin? Je besser uns das gelingt, desto mehr Liebe können wir ausstrahlen und desto offener können wir auf die Welt blicken und bessere Beziehungen erleben.


Falls du deine Beziehungen verbessern oder alte Bindungen lösen möchtest, kann eine Coaching-Sitzung dir helfen, wiederkehrende Muster zu erkennen und neue Wege zu finden.



 
 
 

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