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Was ist systemisches Coaching und wie wird es angewendet?

vor 2 Tagen
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag


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Was ist ein System?


Wir alle kennen Systeme. Unser Körper, Familien, Länder, Gruppen, Unternehmen und das Planetensystem sind Beispiele für Systeme. Die offiziellen Definitionen finden sich ebenfalls in Fachnormen. Die Norm ISO 9000 definiert ein System als eine Menge miteinander in Beziehung stehender oder interagierender Elemente. Aus dem Bereich Systems Engineering findet man eine ähnliche Definition: eine Kombination miteinander interagierender Elemente, die so organisiert sind, dass sie einen oder mehrere festgelegte Zwecke erfüllen.


Nicht nur Bestandteile innerhalb eines Systems können miteinander interagieren, sondern auch die Systeme untereinander oder Bausteine eines Systems mit Bausteinen eines anderen Systems. Sie sind sozusagen verschachtelt. Nehmen wir ein Beispiel: Dein Körpersystem interagiert mit einem anderen Körpersystem, und Auswirkungen können wir spüren. Wir fühlen uns wohl, der Magen fühlt sich vielleicht plötzlich schwer an oder wir freuen uns. Ein Mensch ist Teil einer Familie, und diese ist wiederum Teil einer Kultur, eines Landes, der Erde und des Kosmos.


Was passiert, wenn ein System aus dem Gleichgewicht gerät?


Das Wissen über Systeme und ihre Zusammenhänge kann in einem Coaching oder einer Therapie Verständnis schaffen. Die Traditionelle Chinesische Medizin beispielsweise arbeitet mit der Lehre der fünf Wandlungsphasen (Elemente), die in Beziehung zueinander stehen. Ist dies nicht der Fall, kann das Auswirkungen auf den Körper haben und zu Beschwerden führen.


Auch ein Familiensystem sollte ausgeglichen sein, wenn es harmonisch funktionieren soll. Es kann sein, dass jemand im Familiensystem nicht am richtigen Platz steht, dass Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten nicht optimal sind oder Themen unter den Teppich gekehrt wurden. Im ganzheitlichen Coaching von Sascha Rauber werden diese Faktoren berücksichtigt.





Wie helfen systemische Aufstellungen, Zusammenhänge zu erkennen?


Bert Hellinger entwickelte die Familienaufstellung vor allem in den 1980er-Jahren zu einer eigenständigen Methode weiter. Systemisches Denken und systemische Therapie existierten bereits zuvor. Menschen können als Repräsentanten von Elementen oder Personen eines Systems aufgestellt werden. So können Zusammenhänge und gegenseitige Beeinflussungen sichtbar gemacht werden. In diesem Ansatz wird davon ausgegangen, dass Informationen auch auf einer energetischen Ebene wahrgenommen werden können.


Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Ich stelle Person A ihrem Vater energetisch gegenüber und schaue, wie die Personen sich bewegen oder fühlen. Vielleicht schaut Person A weg und sagt: «Ich kann ihn nicht anschauen.» Dann kann der Leiter der Aufstellung vermuten, dass hier noch eine Thematik vorhanden ist, die angeschaut werden möchte. Mit entsprechenden Methoden oder Lösungssätzen kann dann diese Beziehung oder ein System wieder mehr in Balance gebracht werden.


Lassen sich alle Systeme aufstellen?


Ja, es können grundsätzlich alle Systeme oder deren Elemente aufgestellt oder gegenübergestellt werden. Es ist eher eine Frage der Sinnhaftigkeit, des Anliegens und des angestrebten Ziels. Wir können uns ein paar Sachverhalte anschauen. Die folgenden Beispiele zeigen Möglichkeiten auf, wie eine Aufstellung gestaltet werden kann. Bei einer entsprechenden Sitzung wird natürlich der gesamte Kontext berücksichtigt.


  • Wir können beispielsweise eine Person und ihr Umfeld in Beziehung setzen und schauen, wie die Dynamik ist.

  • Es ist möglich, ein Organ mit dem Zustand bestmöglicher Gesundheit in Beziehung zu setzen und zu schauen, was passiert. (Eine solche Aufstellung kann der persönlichen Reflexion dienen, ersetzt jedoch keine medizinische Abklärung oder Behandlung.)

  • Es kann betrachtet werden, wie ein Mensch zu einem Haus oder einem Projekt steht.

  • Ein Unternehmer kann schauen, wie seine Produkte auf die Kunden wirken.


Welche Rolle hat der Coach?


Der Coach klärt das Anliegen des Klienten und setzt so den Rahmen für die Sitzung. Neben vielen Coaching-Techniken und Werkzeugen gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, Aufstellungen zu leiten. Es liegt im Ermessen des Coaches, wie er dabei vorgehen möchte. Er begleitet den Klienten zu den für das Anliegen relevanten Aspekten des Systems. Er beobachtet und führt den Klienten durch Gespräche Schritt für Schritt durch den Prozess. Wichtig ist, dass die zu begleitende Person Selbstverantwortung übernimmt, während der Coach die Verantwortung für die Sitzungsleitung übernimmt. Der Coach entscheidet auch, wann die Sitzung abgeschlossen wird.


Systemisches Arbeiten im ganzheitlichen Coaching


Hast auch du ein Anliegen und möchtest es mit einem ganzheitlichen Ansatz anschauen? Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Sascha Rauber ist aufgrund seiner jahrelangen Eigenerfahrung überzeugt, dass systemisches Wissen und Aufstellungsarbeit wertvolle Werkzeuge sind, um Situationen und Wechselwirkungen zu erkennen und Klienten möglichst lösungsorientiert zu begleiten.




 
 
 

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